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Marktbericht
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29 Buy-Ratings und ein Quartalsbericht in neun Tagen, doch Lillys Rekordhoch setzt die Messlatte für Tirzepatid hoch

JPMorgan sieht 1.500 Dollar, Morgan Stanley 1.430 Dollar — und der Markt hat Lilly bereits auf ein neues Allzeithoch getrieben. Ob das Q3-Ergebnis am 29. Oktober die eingepreiste Erwartung noch übertreffen kann, ist die eigentliche Frage.

In sieben der vergangenen acht Quartale hat Eli Lilly die EPS-Schätzung übertroffen. Das weiß der Markt, und er handelt entsprechend: Die Aktie kletterte heute auf 1.307,91 Dollar, ein neues Intraday-Rekordhoch, das das bisherige 52-Wochen-Hoch von 1.292,65 Dollar hinter sich lässt.

Der Anstieg ist kein Einzelphänomen. Gesundheitswerte erholten sich heute breit, aber Lilly profitierte überproportional — was auf eine gezielte Positionierung vor dem Quartalsbericht am 29. Oktober hindeutet. Wer auf einen weiteren Beat setzt, kauft jetzt, nicht nach der Veröffentlichung.

Analysten treiben die Erwartungen weiter nach oben

Die Kursziellandschaft ist eindeutig: JPMorgan hob auf 1.500 Dollar an, Morgan Stanley auf 1.430 Dollar, Cantor Fitzgerald auf 1.440 Dollar. RBC bestätigte Outperform mit ebenfalls 1.500 Dollar. LSEG zählt 29 Buy- oder Strong-Buy-Einstufungen gegenüber drei Hold- und einer Sell-Einstufung. Das mediane Kursziel liegt bei 1.380,50 Dollar — noch über dem heutigen Kurs, aber der Abstand schrumpft.

Der fundamentale Kern der These ist Tirzepatid, der Wirkstoff hinter Mounjaro und Zepbound. Im zweiten Quartal wuchs der Umsatz um rund 48 Prozent auf 22,97 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie lag bei 8,38 Dollar gegenüber erwarteten 6,58 Dollar. Für das Gesamtjahr peilt Lilly 85 bis 87 Milliarden Dollar Umsatz an — eine Prognose, die der Markt für erreichbar hält, solange die Nachfrage nach den GLP-1-Präparaten nicht nachlässt.

Das Rekordhoch als doppelschneidiges Schwert

Genau hier liegt das Problem. Ein Kurs auf Allzeithoch bedeutet, dass ein erheblicher Teil des erwarteten Erfolgs bereits eingepreist ist. Für weitere Kursgewinne nach dem 29. Oktober braucht Lilly nicht nur einen Beat — es braucht einen klaren Übertreffer beim Umsatz und eine Anhebung des Jahresausblicks. Ein Ergebnis, das die Konsensschätzung knapp verfehlt oder den Ausblick unverändert lässt, dürfte trotz solider Zahlen für Enttäuschung sorgen. Die Erfolgsserie schützt nicht vor hohen Erwartungen, sie erzeugt sie.

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