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Marktbericht
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486.532 ausgelieferte Fahrzeuge übertreffen den Analystenkonsens um rund 6 %, doch das Vorjahresniveau bleibt unerreicht

Teslas Q3-Auslieferungen schlagen die Schätzungen um rund 25.000 Einheiten — Gene Munster sieht darin das Ende des EV-Winters und prognostiziert für 2027 über 15 % Wachstum.

486.532 ausgelieferte Fahrzeuge übertreffen den Analystenkonsens um rund 6 %, doch das Vorjahresniveau bleibt unerreicht
Foto: Bl∡ke

486.532 ausgelieferte Fahrzeuge im dritten Quartal 2026 klingen zunächst nach einer klaren Erfolgsmeldung. Und für den Kurs war es das auch: Tesla legte am Freitag zeitweise mehr als 5 % zu, nachdem die Auslieferungszahlen die Konsensschätzungen von rund 461.974 Einheiten deutlich übertrafen. Gegenüber dem zweiten Quartal (480.126 Einheiten) ist das ein moderates Plus, gegenüber dem Vorjahr aber ein Minus von etwa 2 % — ein Widerspruch, den der Markt heute bereitwillig ignorierte.

Gene Munster von Deepwater Asset Management lieferte die bullische Rahmung: Die Daten deuteten darauf hin, dass Tesla möglicherweise wieder Marktanteile gewinnt, der sogenannte „EV winter” abklingt und FSD als Differenzierungsmerkmal an Bedeutung gewinnt. Munster erwartet für 2027 ein Auslieferungswachstum von mehr als 15 % — der Konsens liegt bei rund 9 %. Das ist eine erhebliche Divergenz, und ob sie sich als berechtigt erweist, wird der Earnings Call am 28. Oktober zeigen.

Positiv fiel auch die Europa-Entwicklung auf: Frankreich und Dänemark verzeichneten Erholungen, begünstigt durch staatliche Förderungen und günstigere Vorjahresvergleiche. Dass die Auslieferungen die Produktion (464.391 Fahrzeuge) um mehr als 22.000 Einheiten übertrafen, legt allerdings nahe, dass Tesla Lagerbestände abgebaut hat — kein Zeichen explodierender Nachfrage, sondern eher Bestandsmanagement.

Model 3 und Model Y machten mit 478.237 Einheiten rund 98 % des Gesamtvolumens aus. Die Produktpalette bleibt eng, der Wettbewerbsdruck durch BYD und Xiaomi real, und das Auslaufen des US-Steuerguthabens für Elektrofahrzeuge ist kein Randthema. Die Serienproduktion des Tesla Semi hat begonnen, der Roadster verzögert sich erneut — für die heutige Kursbewegung spielte beides keine Rolle.

Der EPS-Konsens für Q3 liegt bei 0,24 USD. Ob die Auslieferungsüberraschung auch in Marge und Umsatz durchschlägt, ist offen — Tesla hat in den vergangenen Quartalen Preissenkungen genutzt, um Volumen zu sichern, was die Profitabilität belastet hat.

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