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Marktbericht
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Aristas Q2-Rekordumsatz von 3,0 Mrd. USD trägt den Kurs, doch das KGV von 60 lässt keinen Fehler zu

Mit einer angehobenen Jahresprognose und 800G-Switching-Nachfrage aus Hyperscaler-Rechenzentren bleibt Arista Networks der meistgesuchte Name im AI-Networking-Segment — aber die Bewertung setzt jede Quartalsmeldung unter Maximaldruck.

Wer Arista Networks verstehen will, schaut nicht auf den heutigen Handelstag, sondern auf das, was das Unternehmen Anfang August gemeldet hat: 3,0 Mrd. USD Quartalsumsatz, ein Plus von 37,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und eine Q3-Guidance von rund 3,3 Mrd. USD. Das ist die Basis, auf der der Kurs seit Wochen läuft.

Die heutige Bewegung von gut drei Prozent ist kein isoliertes Ereignis. Cisco und Ciena zogen ähnlich an, der gesamte AI-Networking-Subsektor war gefragt. Institutionelle Investoren schichten weiter in AI-Infrastruktur um, und Arista gilt dabei als der qualitativ hochwertigste Titel — ein „go-to name”, der bei sektorweitem Kaufinteresse überproportional profitiert.

Hinzu kommt ein technischer Faktor: Nach einem Rückgang von rund fünf Prozent am 14. September war die Aktie kurzfristig überverkauft. Solche Dips werden bei hochkonviktierten AI-Namen schnell wieder geschlossen, oft durch Short-Covering und systematische Käufer.

Mehrere Research-Häuser haben nach den Q2-Zahlen ihre Kursziele angehoben und Buy-Ratings bekräftigt. Der Tenor: Arista ist struktureller Gewinner des Übergangs zu Ethernet-basierten AI-Fabrics, mit wachsenden Marktanteilen bei den großen Hyperscalern. Multi-Year-Purchase-Agreements mit Zulieferern signalisieren, dass das Management die Nachfrage als nachhaltig einschätzt.

Das Problem ist bekannt und bleibt ungelöst: Bei einem KGV von rund 60 ist jede Enttäuschung teuer. Der nächste Earnings Call ist für den 3. November angesetzt — und Anleger, die heute kaufen, wetten darauf, dass die Q3-Zahlen die Guidance von 3,3 Mrd. USD mindestens bestätigen. Das ist kein entspanntes Halten.

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