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Marktbericht
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Aufträge plus 49 Prozent und EPS-Beat von zwölf Prozent — doch Lieferkettenprobleme bleiben das ungelöste Gegengewicht

Ein Service-Auftragsbestand von über 170 Milliarden Dollar und eine angehobene Free-Cashflow-Prognose von bis zu 9,4 Milliarden Dollar zeigen, wie tief GE Aerospace im Aftermarket-Geschäft verwurzelt ist.

Wer sich fragt, warum der Markt GE Aerospace nach Quartalszahlen nicht sofort ausverkauft, findet die Antwort im Auftragseingang: 19 Milliarden Dollar, ein Plus von 49 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das ist kein Zufallsquartal.

Im dritten Quartal 2026 meldete GE einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,25 Dollar bei einem Konsens von 2,01 Dollar — ein Beat von rund zwölf Prozent. Der Umsatz lag bei 13,29 Milliarden Dollar gegenüber erwarteten 12,88 Milliarden Dollar. Beide Zahlen übertrafen die Schätzungen, und das Unternehmen hob anschließend die bereinigte EPS-Prognose für das Gesamtjahr auf 8,00 bis 8,10 Dollar an. Die Free-Cashflow-Prognose stieg auf 9,1 bis 9,4 Milliarden Dollar.

Der eigentliche Treiber ist das Aftermarket-Geschäft. Der Service-Auftragsbestand liegt bei über 170 Milliarden Dollar, und Morningstar verwies explizit auf die wachsende installierte Basis der LEAP-Triebwerke als strukturellen Margentreiber. Das ist das Modell, das GE von einem reinen Triebwerkshersteller zu einem Dienstleistungsunternehmen mit langen Vertragslaufzeiten macht.

Morningstar erhöhte nach den Zahlen seine Fair-Value-Schätzung. Von den bei MarketBeat erfassten Analysten stufen 16 die Aktie mit „Buy” ein, drei mit „Hold”, einer mit „Sell”. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 373,45 Dollar.

Allerdings: Steigende Produktionskosten und anhaltende Lieferkettenprobleme sind keine Randnotiz. Sie drücken auf die Marge, auch wenn der Auftragsbestand das vorerst überdeckt. Wer die Aktie jetzt kauft, wettet darauf, dass das Aftermarket-Volumen schneller wächst als die Kostenprobleme eskalieren — eine These, die plausibel ist, aber nicht risikolos.

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