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Marktbericht
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Auftragsbestand von 176 Mrd. Dollar wächst weiter, doch der eigentliche Test kommt am 28. Oktober

Ein Auftragseingang von 24,2 Mrd. Dollar im zweiten Quartal 2026 und ein CEO-Versprechen, die 200-Mrd.-Marke sehr früh 2027 zu knacken — das ist der Stoff, aus dem Pre-Earnings-Positionierungen gemacht werden.

Evercore ISI bestätigte am Montag das Kursziel von 1.350 US-Dollar, Bernstein blieb bei 1.298 US-Dollar. Beide Häuser stufen GE Vernova als „Outperform” ein, und beide stützen ihre Schätzungen auf dasselbe Argument: Die Nachfrage nach Gasturbinen und Netzinfrastruktur übersteigt derzeit die Produktionskapazität des Unternehmens — ein Problem, das Margen schützt, solange es anhält.

Der Auftragseingang für das zweite Quartal 2026 lag bei 24,2 Mrd. US-Dollar, ein organisches Wachstum von 88 Prozent. Der Gesamtauftragsbestand kletterte damit auf rund 176 Mrd. US-Dollar. CEO Scott Strazik hatte bei einer Morgan-Stanley-Konferenz erklärt, die 200-Mrd.-Marke sei „sehr früh 2027″ erreichbar. Das ist eine präzise Aussage — und eine, die sich leicht überprüfen lässt.

Der Versorgersektor legte am 6. Oktober rund 2,16 Prozent zu, was einen Teil des Tagesgewinns erklärt. Aber 5,37 Prozent bei einer Aktie, die bereits auf hohem Niveau notiert, ist mehr als Sektor-Beta. Der Markt preist offenbar ein, dass der Quartalsbericht am 28. Oktober die Konsensschätzung von 4,09 US-Dollar EPS nicht nur trifft, sondern übertrifft.

Zusätzlich erhielten mehrere von GE Vernova unterstützte Projekte 2026 POWER Awards — kein Kurstreiber im klassischen Sinne, aber ein Signal für die Sichtbarkeit der Technologieplattform bei Entscheidern in der Energiebranche.

Skeptisch bleiben sollte, wer sich die Bewertung ansieht: Der Analystenkonsens liegt bei rund 1.230 US-Dollar, was bei aktuellen Kursniveaus wenig Puffer für operative Enttäuschungen lässt. Die Messlatte für den 28. Oktober ist hoch — Auftragseingang, Gasturbinen-Kapazitätsausbau und Cashflow-Entwicklung werden entscheidend sein, nicht nur die EPS-Zahl.

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