
Barclays stufte Tesla am Montag von „Equal Weight” auf „Overweight” hoch und erhöhte das Kursziel von 370 auf 450 US-Dollar. Das entspricht einem impliziten Aufwärtspotenzial von rund 21 Prozent gegenüber dem Schlusskurs der Vorwoche. Als Begründung nannte das Institut eine Aufhellung im Kerngeschäft mit Elektrofahrzeugen sowie erste operative Signale, dass das Robotaxi-Segment einen Wendepunkt erreichen könnte.
Soweit, so klassisch. Was den Kursanstieg auf über 6 Prozent aber wohl miterklärt, ist ein anderes Thema: Barclays erwähnte in seiner Analyse explizit eine mögliche Fusion zwischen Tesla und SpaceX als zusätzliche Bewertungsoption. Deutsche Bank-Analyst Edison Yu sekundierte und erklärte, allein diese Spekulation könne der Aktie einen Kursboden geben. Der Markt scheint das zu glauben.
Operative Beobachtungen vom Wochenende stützen das positive Bild zumindest am Rand: Beim Formel-1-Rennen in Austin wurden zahlreiche Cybercab-Fahrten registriert, und das Berliner Gigafactory soll mit rund 7.000 produzierten Model-Y-Fahrzeugen einen neuen Wochenrekord aufgestellt haben.
Dass ein Upgrade allein einen Kurssprung dieser Größenordnung auslöst, ist bei Tesla selten. Die Aktie reagiert typischerweise stärker auf narrative Treiber als auf Bewertungsmodelle. Die SpaceX-Fusionsspekulation ist dabei besonders schwer zu greifen: Es gibt keine offizielle Bestätigung, keinen Zeitplan, keine Struktur. Was bleibt, ist ein Kursziel von 450 Dollar von Barclays, das immerhin konkret ist, und eine Fusionsstory, die vor allem deshalb funktioniert, weil beide Unternehmen denselben Eigentümer haben.
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