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Marktbericht
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Bereinigte Bruttomarge springt auf 34,2 % — doch der Umsatz verfehlt die Konsensschätzung um eine Haaresbreite

380 Basispunkte Margenverbesserung und ein EPS-Beat von 10 Prozent: Mondelez liefert Q3-Zahlen, die Jefferies, Stifel und UBS zu Kurszielhebungen bewegen.

Wer bei Mondelez auf eine Gewinnwarnung gewettet hatte, liegt falsch. Das bereinigte EPS kam mit 0,78 Dollar rein — Konsens war 0,71 Dollar — und die bereinigte Bruttomarge kletterte um 380 Basispunkte auf 34,2 %. Das ist keine kosmetische Verbesserung, sondern ein Hinweis darauf, dass die Preiserhöhungen der vergangenen Quartale langsam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ankommen, ohne dass das Volumen wegbricht.

Beim Umsatz ist das Bild weniger eindeutig. 9,97 Mrd. Dollar sind gut — aber eben 10 Mio. Dollar unter der Konsensschätzung von 9,98 Mrd. Dollar. Wer das als Schwäche liest, übertreibt; wer es ignoriert, auch. Volumen und Produktmix verbesserten sich um 1,8 Prozentpunkte, was zeigt, dass das Wachstum nicht allein auf Preiserhöhungen basiert.

Für 2026 hält Mondelez an mindestens 2 % organischem Umsatzwachstum und einem währungsbereinigten EPS-Wachstum zwischen 0 und 5 % fest. Keine Anhebung, aber auch keine Kürzung — und das reicht offenbar, um Sorgen über eine mögliche Prognosesenkung zu zerstreuen.

Jefferies hob das Kursziel auf 73 Dollar an und behält die Kaufempfehlung. Stifel bestätigt „Buy” bei 68 Dollar, UBS zieht ebenfalls auf 68 Dollar nach. Alle drei nennen Margenverbesserung und Volumenentwicklung als Hauptgründe.

Strategisch kauft Mondelez eine Mehrheitsbeteiligung an Undercover Snacks — ein kleineres Segment, das auf „permissible indulgence” zielt, also Snacks, die sich Konsumenten ohne schlechtes Gewissen gönnen. Ob das die Wachstumsnadel bewegt, ist offen; als Richtungssignal ist es lesbar.

Die Bewegung ist klar unternehmensspezifisch. Kein Sektorimpuls, kein Makro-Rückenwind — nur Quartalszahlen, die besser ausfielen als befürchtet.

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