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Marktbericht
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Deutsche Bank hebt das Kursziel auf 25 Euro, stuft SCHOTT Pharma aber trotzdem auf Hold ab

Nach einem Kursanstieg von fast 70 % seit Jahresbeginn sieht die Deutsche Bank kaum noch Luft nach oben — JPMorgan bleibt mit Kursziel 27,10 Euro deutlich optimistischer.

Falko Friedrichs von der Deutschen Bank hat SCHOTT Pharma von „Buy” auf „Hold” herabgestuft und gleichzeitig das Kursziel von 23 auf 25 Euro angehoben. Das klingt widersprüchlich, ist es aber nicht: Die Aktie notierte zuletzt nahe diesem neuen Zielkurs, womit das Aufwärtspotenzial aus Sicht der Bank schlicht aufgebraucht ist. Der Kurs fiel daraufhin zeitweise auf 23,50 Euro, ein Minus von rund 4,7 %.

Die Abstufung ist keine operative Warnung. Friedrichs verweist auf weiterhin solide Fortschritte im Geschäft und eine attraktive mittelfristige Perspektive. Was ihn bremst, ist die Bewertung nach einem Lauf von fast 70 % in diesem Jahr. Das ist eine klassische Timing-Entscheidung, kein Fundamentalurteil.

Zwei zusätzliche Punkte trüben den kurzfristigen Ausblick. Erstens kalkuliert die Deutsche Bank mit organischem Wachstum von 5,5 % — der Analystenkonsens liegt bei rund 7 %. Zweitens ist für 2026 eine Einmalzahlung von 15 Mio. Euro eingepreist, die die Ergebnisvergleichbarkeit belastet und den Ausblick für 2027 voraussichtlich knapp unter dem mittelfristigen Wachstumsziel von 6–8 % halten wird.

JPMorgan sieht das anders. Das Haus bewertet SCHOTT Pharma mit „Overweight” und einem Kursziel von 27,10 Euro — das ist ein Aufwärtspotenzial von rund 15 % gegenüber dem heutigen Niveau. Damit klafft zwischen den beiden Häusern eine Lücke, die sich nicht einfach wegdiskutieren lässt.

Der nächste Ergebnisbericht ist für den 10. Dezember 2026 geplant. Bis dahin dürfte die zentrale Frage sein, ob das organische Wachstum eher Richtung Konsens oder Richtung Deutsche-Bank-Schätzung tendiert — und wie stark die Einmalzahlung die Marge im Jahresvergleich verzerrt.

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