Jefferies hat Uber am heutigen Handelstag auf „Franchise Pick” hochgestuft und das Kursziel von 100 auf 110 US-Dollar angehoben. Die Aktie legte daraufhin im Vormittagshandel rund 3,1 % zu und erreichte intraday bis zu 77,70 US-Dollar — womit der Abstand zum neuen Kursziel noch immer bei gut 40 % liegt.
Der zuständige Analyst begründet die Hochstufung mit einer mehrjährigen Wachstumsthese: nachhaltig steigende Bruttobuchungen, Fortschritte im Bereich autonomes Fahren in den USA und eine bullische Gesamteinschätzung für 2027. Konstruktive Gespräche mit dem Management nach dem starken Q2-2026-Bericht hätten die Überzeugung gefestigt. Uber hatte zuletzt mehrfach zugelegt — Bewegungen von +5,9 %, +5,5 % und +2,5 % in den Wochen zuvor deuten auf anhaltend hohes Kaufinteresse hin, nicht auf einen einmaligen Impuls.
Die Frage, die das Upgrade offen lässt: Wie viel von der AV-Story ist Substanz, wie viel Erwartungsmanagement? Autonomes Fahren ist für Uber strukturell relevant — das Unternehmen ist auf Partnerschaften mit Waymo und anderen angewiesen, besitzt selbst keine Flotte und trägt damit das Plattformrisiko ohne die Technologiekontrolle. Jefferies setzt darauf, dass genau diese Plattformposition der Hebel ist. Das ist eine vertretbare These, aber keine risikofreie.
Der heutige Anstieg ist klar newsgetrieben und unternehmensspezifisch — kein Sektor-Rückenwind, kein Makro-Impuls. Wer auf das Kursziel von 110 USD setzt, wettet auf eine Kombination aus weiterem Bruttobuchungswachstum, AV-Skalierung und Margendisziplin — drei Variablen, die alle gleichzeitig liefern müssen.
