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Marktbericht
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JPMorgan sieht 27,10 Euro und 14 % jährliches Gewinnwachstum bis 2029 — doch SCHOTT Pharma notiert noch deutlich darunter

JPMorgans Overweight-Einstufung mit Kursziel 27,10 Euro vom 15. September wirkt nach: Wie viel Neubewertungspotenzial steckt noch in der Spezialverpackungs-Story?

Philip Omnou von JPMorgan hat SCHOTT Pharma am 15. September mit „Overweight” und einem Kursziel von 27,10 Euro aufgenommen — und der Markt verdaut das noch immer. Am 23. September markierte die Aktie mit 24,50 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch, der heutige Anstieg auf rund 24,20 Euro ist kein Ausbruch, sondern Konsolidierung nahe diesem Niveau.

Der Investmentcase, den JPMorgan skizziert, ist strukturell: SCHOTT Pharma beliefert den Markt für injizierbare Medikamente mit Primärverpackungen aus Spezialglas und Polymer — Fläschchen, Karpulen, Spritzen. Das ist kein zyklisches Geschäft. Die Nachfrage nach sterilen Einwegverpackungen wächst mit der globalen Biologika-Pipeline, und Wechselkosten sind hoch, weil pharmazeutische Hersteller ihre Lieferketten nicht leichtfertig umstellen. JPMorgan rechnet bis 2029 mit einem jährlichen Ergebniswachstum von rund 14 % — das ist ambitioniert, aber nicht aus der Luft gegriffen, wenn man die Kapazitätserweiterungen der letzten Jahre berücksichtigt.

Eine neue Ad-hoc-Meldung oder Prognoseanhebung gibt es heute nicht. Die Bewegung ist Momentum, kein Newsflow. Das ist nicht per se negativ, aber es bedeutet: Wer jetzt kauft, kauft die JPMorgan-These, nicht eine operative Überraschung. Der nächste Earnings-Termin am 10. Dezember 2026 wird zeigen, ob das Wachstumsversprechen in den Zahlen ankommt.

Bis dahin bleibt die Lücke zwischen aktuellem Kurs und dem Kursziel von 27,10 Euro — rund 12 % — der eigentliche Anreiz. Ob der reicht, hängt davon ab, ob SCHOTT Pharma im Dezember liefert.

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