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Marktbericht
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Kann AT&T den Schuldenabbau bis 2029 durchhalten, wenn der Glasfaser-ARPU fällt und Starlink an die Tür klopft?

Bereinigtes EPS-Ziel für 2026 auf 2,40 USD angehoben — doch 379.000 neue Postpaid-Kunden statt der erwarteten 387.000 und ein um 4 % gesunkener Glasfasererlös je Kunde reichen dem Markt nicht.

AT&T hat im dritten Quartal Umsatz- und bereinigte EPS-Erwartungen übertroffen und die Jahresprognose angehoben. Trotzdem verlor die Aktie rund 5,6 % auf 21,53 USD. Das ist kein Widerspruch, sondern eine Neubewertung.

Der Kern des Problems: AT&T gewann 379.000 Postpaid-Telefonkunden, rund 8.000 weniger als Analysten erwartet hatten. In einem Markt, in dem Kundenzuwächse als Wachstumsindikator Nummer eins gelten, reicht diese Abweichung aus, um eine angehobene Gewinnprognose zu überschatten. Hinzu kommt, dass der Umsatz je Glasfaserkunde um 4 % gesunken ist — AT&T kämpft mit Einstiegspreisen und höheren Marketingausgaben, und für das vierte Quartal erwartet das Unternehmen keinen Turnaround in dieser Kennzahl.

Auf der Bilanzseite sieht es nicht besser aus. Neue Spektrumkäufe verschieben das Ziel einer Nettoverschuldung von 2,5-mal bereinigtem EBITDA auf 2029 — ein Jahr später als bisher kommuniziert. Anleger, die auf Kapitalrückflüsse warten, müssen sich also länger gedulden. Dazu kommen Sonderbelastungen von insgesamt rund 3,4 Mrd. USD: 2,6 Mrd. USD Wertminderung im Zusammenhang mit dem geplanten Mexiko-Verkauf und rund 800 Mio. USD für Mitarbeitertrennungen.

Im Hintergrund läuft ein strukturelles Risiko mit: SpaceX bereitet den Einstieg in den US-Mobilfunkmarkt vor. Ob Starlink tatsächlich zum Preisdrücker für etablierte Carrier wird, ist offen — aber die Sorge allein belastet die Bewertung des gesamten Sektors. Die Deutsche Telekom, die über ihre T-Mobile-US-Beteiligung indirekt exponiert ist, gab ebenfalls nach.

Das bereinigte EPS-Ziel für 2026 von nun rund 2,40 USD statt zuvor 2,25 bis 2,35 USD ist real. Es ändert aber nichts daran, dass AT&T in drei Kernbereichen gleichzeitig Gegenargumente liefert: Kundenwachstum, Glasfaser-Monetarisierung und Verschuldungspfad. Das ist zu viel auf einmal, um mit einer Prognoseanhebung wegzudiskutieren.

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