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Marktbericht
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Kapazität bis 2029 ausverkauft: Lumentums CEO-Aussage zur KI-Optik-Nachfrage treibt den Kurs

CEO Michael Hurlston bestätigt: Lumentum kann bis zu 70 % der aktuellen Nachfrage nach bestimmten Optik-Komponenten nicht bedienen — und Kunden sichern sich bereits Bestellungen für 2030.

Wer 70 % der Nachfrage nicht bedienen kann und trotzdem bis 2029 ausverkauft ist, hat kein Absatzproblem — sondern ein Kapazitätsproblem der angenehmen Sorte. Genau das hat CEO Michael Hurlston diese Woche öffentlich bestätigt, und der Markt hat entsprechend reagiert.

Lumentum liefert Indiumphosphid-Bauteile für Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung in KI-Rechenzentren. Die Nachfrage kommt nicht aus dem Nichts: Nvidia und Coherent haben zusammen rund 2 Mrd. USD in Lumentum und vergleichbare Anbieter investiert, was die strategische Abhängigkeit der KI-Infrastruktur von optischen Komponenten konkret beziffert. Bei bestimmten Produkten erwartet Hurlston noch bis 2028 einen Nachfrageüberhang von rund 30 % — was bedeutet, dass Lumentum Preise und Margen in diesem Zeitraum kaum verteidigen, sondern ausbauen kann.

Fundamental ist die Ausgangslage solide: Im letzten Quartal meldete das Unternehmen einen Gewinn von 3,23 USD je Aktie bei einem Konsens von 2,97 USD. Analysten erwarten für das laufende Geschäftsjahr eine mehr als Verdoppelung des Umsatzes. Stifel Nicolaus hob das Kursziel am 6. Oktober von 1.100 auf 1.232 USD an, Rosenblatt steht bei 1.300 USD — beide mit Kaufempfehlung. Der Analystenkonsens lautet „Moderate Buy”.

Am 5. November legt Lumentum die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 vor. Die Konsensschätzung liegt bei 3,82 USD je Aktie, also deutlich über dem zuletzt berichteten Wert. Die heutigen CEO-Aussagen erhöhen die Erwartungslatte weiter — was den Bericht zum ersten echten Test macht, ob die Nachfrage-Story auch in den Zahlen ankommt.

Das zentrale Risiko ist nicht die Nachfrage, sondern die Produktionskapazität. Wer strukturell zu wenig liefern kann, lässt Umsatz auf dem Tisch liegen — und gibt Wettbewerbern Zeit, aufzuholen. Ob Lumentum die Kapazitäten schnell genug hochfährt, um den Auftragsüberhang tatsächlich in Umsatz zu verwandeln, wird der November-Bericht zeigen müssen.

Einschätzung
Redaktionelle Einordnung
der aktien.live-Redaktion
— Team Sesselmann

Dass Kunden bereits Bestellungen für 2030 sichern, spricht für sich. Für uns ist Lumentum derzeit einer der am besten belegten Nutznießer des KI-Infrastruktur-Booms. Der letzte Quartalgewinn übertraf den Konsens mit 3,23 USD je Aktie klar — und der Umsatz soll sich im laufenden Jahr mehr als verdoppeln. Das strukturelle Risiko bleibt dennoch real: Wer 70 % der Nachfrage nicht bedienen kann, gibt Wettbewerbern Zeit zum Aufholen.

Diese Einschätzung gibt die persönliche Meinung der Redaktion wieder und stellt keine Anlageberatung oder Kauf-/Verkaufsempfehlung dar.

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