
Arista Networks legt am 3. November 2026 nach US-Börsenschluss seine Zahlen für das dritte Quartal vor. Das Unternehmen hat die Erwartungen zuletzt konsequent übertroffen: Im Vorquartal standen 1,02 USD EPS bei 3,04 Mrd. USD Umsatz auf der Anzeigetafel, während der Konsens bei 0,89 USD EPS und 2,83 Mrd. USD Umsatz gelegen hatte. Die Messlatte für heute Abend ist entsprechend höher.
Analystenerwartungen
Der Konsens liegt bei rund 1,08 bis 1,10 USD EPS — das wäre ein Anstieg von rund 44 % gegenüber den 0,75 USD aus dem Vorjahresquartal. Arista selbst hat für Q3 einen EPS-Korridor von 1,06 bis 1,08 USD in Aussicht gestellt, dazu einen Umsatz von etwa 3,3 Mrd. USD und eine bereinigte Bruttomarge von rund 63 %. Der Markt erwartet also, dass das Unternehmen die eigene Guidance trifft oder leicht übertrifft — eine Überraschung nach oben ist eingepreist, kein Freifahrtschein.
Beim Umsatz rechnen Analysten mit 3,3 bis 3,4 Mrd. USD, was einem Wachstum von rund 44 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspräche. Für das Gesamtjahr 2026 steht der Konsens bei etwa 12,7 Mrd. USD Umsatz und 4,12 USD EPS — rund 41 % beziehungsweise 38 % Wachstum gegenüber 2025.
Bewertungskontext
Arista wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 53 gehandelt. Das ist viel, auch für einen Netzwerk-Infrastrukturanbieter, der direkt von der KI-Rechenzentrum-Nachfrage profitiert. Berichte deuten darauf hin, dass die Aktie deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch notiert — gleichzeitig haben Insider im jüngsten Quartal Anteile im Wert von rund 741 Mio. USD verkauft. Das ist kein Alarmsignal per se, aber es ist eine Zahl, die man nicht ignorieren sollte. Von 32 Analysten empfehlen 24 die Aktie mit „Strong Buy”, 7 mit „Buy”, einer mit „Hold”. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 233,20 USD.
Was Anleger beachten sollten
Der wichtigste Einzelindikator heute Abend ist die Bruttomarge. Arista erwartet rund 63 % — nach 63,4 % im Vorquartal und 65,6 % im Vorjahresquartal. Der Trend zeigt nach unten, und ein weiterer Rückgang dürfte den Markt beschäftigen, selbst wenn EPS und Umsatz die Erwartungen erfüllen. Wer auf Netzwerkinfrastruktur für KI-Rechenzentren setzt, schaut außerdem genau hin, was Arista über die Investitionsbereitschaft der großen Hyperscaler sagt — das ist der eigentliche Wachstumstreiber hinter den Zahlen.
Mindestens genauso wichtig wie Q3 selbst ist der Ausblick auf Q4 und erste Signale für 2027. Der Analystenkonsens sieht für 2027 weiteres starkes Wachstum, aber konkrete Zahlen aus dem Management werden das erst belastbar machen. Bei einem KGV von 53 reicht ein reiner Ergebnistreffer erfahrungsgemäß nicht für eine positive Kursreaktion — der Markt braucht entweder eine Margenüberraschung oder einen Ausblick, der die aktuellen Wachstumsannahmen stützt.
der aktien.live-Redaktion
Arista trifft die Konsenserwartungen seit Quartalen verlässlich — zuletzt schlug das Unternehmen 0,89 USD EPS mit 1,02 USD klar. Die Bruttomarge fiel allerdings von 65,6 % auf zuletzt 63,4 % und soll laut eigener Prognose weiter auf rund 63 % sinken. Ein weiterer Margenrückgang dürfte den Kurs belasten, selbst bei starken EPS-Zahlen. Bei einem KGV von 53 braucht Arista heute Abend einen überzeugenden Ausblick — kein reines Zahlenerfüllen.
Diese Einschätzung gibt die persönliche Meinung der Redaktion wieder und stellt keine Anlageberatung oder Kauf-/Verkaufsempfehlung dar.
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