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Marktbericht
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Morgan Stanley Konferenz bringt 5 % organisches Q2-Wachstum ans Licht — doch UBS sieht mit 730 USD Kursziel noch erheblichen Abstand zur aktuellen Bewertung

Auf der Morgan Stanley Healthcare Conference bestätigte das Management das stärkste organische Wachstum seit 2021 und hob die Jahresprognose an. Ob der Markt das bereits vollständig eingepreist hat, ist die eigentliche Frage.

Auf Konferenzen passiert selten etwas Überraschendes — außer wenn das Management konkrete Zahlen nennt, die besser sind als das, was Investoren still erwartet hatten. Genau das ist heute bei Thermo Fisher Scientific passiert.

Auf der Morgan Stanley 24th Annual Global Healthcare Conference skizzierte das Management ein Q2 mit 5 % organischem Wachstum, dem stärksten Quartalswert seit 2021, kombiniert mit einem EPS-Anstieg von 13 %. Für das Gesamtjahr 2026 wurde die Wachstumsprognose auf rund 4 % organisch angehoben. Besonders Pharma Services, Bioproduction und klinische Forschung zeigen laut Management wieder anziehende Nachfrage — Segmente, die in der Post-COVID-Normalisierungsphase zuletzt gebremst hatten.

Das ist kein isoliertes Signal. Auf derselben Konferenz berichtete auch Revvity von besser als erwarteten Ergebnissen und wachsendem Auftragseingang, was darauf hindeutet, dass der Life-Science-Tools-Sektor zyklisch dreht. Thermo Fisher als Marktführer profitiert davon strukturell überproportional.

Verstärkt wird die Kursbewegung durch zwei Analysten-Upgrades der letzten Wochen: HSBC stufte die Aktie am 2. September auf „Strong Buy” hoch, UBS folgte am 9. September mit einem Kurszielsprung von 540 auf 730 USD und einer Hochstufung auf „Buy”. Der Konsens liegt bei rund 624 USD — bei einem aktuellen Kurs, der noch deutlich darunter notiert, bleibt rechnerisch Luft nach oben.

Hinzu kommt das institutionelle Umfeld: Thermo Fisher hat 2026 rund 4 Mrd. USD für Aktienrückkäufe eingesetzt und die Dividende um 10 % erhöht. Neue Positionen meldeten zuletzt unter anderem die Saudi Central Bank, Oppenheimer Asset Management und mehrere kleinere Vermögensverwalter.

Der nächste Earnings Call ist für den 28. Oktober 2026 geplant. Angesichts der heutigen Guidance-Anhebung und der Aussage, 2026 werde ein „ausgezeichnetes Jahr”, dürfte ein Teil der heutigen Bewegung auch proaktives Positioning vor den Q3-Zahlen sein — mit der impliziten Wette auf einen weiteren Beat. Das ist rational, aber es erhöht auch die Fallhöhe, falls die Zahlen im Oktober nur in Linie liegen.

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