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Marktbericht
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Reicht ein Free Cashflow von 5 Mrd. Dollar, wenn AT&T bei Postpaid-Kunden die Erwartungen verfehlt und Starlink im Anmarsch ist?

Umsatz plus 5,3 % auf 32,32 Mrd. Dollar, bereinigtes EPS angehoben — und trotzdem 8 Mrd. Dollar Marktkapitalisierung vernichtet. Das Kundenwachstum ist das Problem.

379.000 neue Postpaid-Kunden klingen nach einem soliden Quartal. Erwartet wurden 387.400. Diese Differenz von knapp 8.400 Verträgen hat AT&T am 21. Oktober 2026 rund 8 Mrd. Dollar Marktkapitalisierung gekostet — was einiges über die Erwartungshaltung des Marktes aussagt.

Die operativen Zahlen waren dabei alles andere als schwach. Der Umsatz stieg um 5,3 % auf 32,32 Mrd. Dollar, der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte auf 0,65 Dollar und übertraf den Konsens. Der Free Cashflow erreichte rund 5,0 Mrd. Dollar. AT&T hob zudem die bereinigte EPS-Prognose für das Gesamtjahr auf etwa 2,40 Dollar an. Wer nur diese Zeile liest, fragt sich, warum die Aktie fällt.

Die Antwort liegt auf zwei Ebenen. Erstens: Der GAAP-Gewinn je Aktie brach auf 0,12 Dollar ein, weil eine nicht zahlungswirksame Wertberichtigung im Mexiko-Geschäft und Kosten für Personalmaßnahmen die Headline-Zahl zerstörten. Erwartet worden waren 0,62 Dollar. Institutionelle Anleger, die auf GAAP-Basis bilanzieren, konnten das nicht ignorieren. Zweitens belastet die Bilanz: Der Erwerb von EchoStar-Frequenzen hat die Verschuldung erhöht, die Investitionsausgaben bleiben hoch.

Hinzu kommt ein strukturelles Thema, das über AT&T hinausgeht. SpaceX und Starlink stehen vor dem Eintritt in den US-Mobilfunkmarkt — ein Wettbewerber, der keine Infrastrukturkosten im klassischen Sinne trägt. Wie stark das die Postpaid-Margen künftig komprimiert, ist offen. Arete Research hatte das Kursziel bereits vorab von 28 auf 23 Dollar gesenkt, was zeigt, dass die Skepsis nicht erst heute entstanden ist.

Der Rückgang ist klar unternehmensspezifisch. Der breitere Telekommunikationssektor bewegte sich am selben Tag ohne vergleichbare Verluste. AT&T hat ein Bewertungsproblem: Der Markt honoriert Cashflow-Stärke erst dann, wenn das Kundenwachstum die Prognosen trifft — und das hat das Unternehmen in diesem Quartal knapp verfehlt.

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