
Rosenblatt Securities hat die Beobachtung von Sandisk mit einem „Buy”-Rating und einem Kursziel von 2.400 US-Dollar aufgenommen. Analyst Kevin Cassidy begründet das damit, dass NAND-Speicher in KI-Rechenzentren zunehmend kritische Infrastruktur ist — und dass rund 65 % der Produktion für das Geschäftsjahr 2028 bereits durch Kundenverträge abgesichert sein sollen. Das ist ein konkreter Sichtbarkeitsanker, den der Markt offenbar honoriert hat.
Hinzu kommt die technische Ausgangslage: Die Aktie hatte in den vier Wochen zuvor 27,5 % verloren, der RSI fiel auf etwa 29. Bei solchen Niveaus braucht es keinen großen Newsflow für Short-Covering — ein glaubwürdiges Analyst-Initiation reicht. Fundamental liefert Sandisk zuletzt starke Zahlen: EPS von 39,25 Dollar, 14,6 % über Konsens, Umsatzwachstum von 371,6 % auf 8,97 Mrd. Dollar, Data-Center-Umsatz sequenziell plus 103 % auf 2,98 Mrd. Dollar. Der Zacks-Konsens für das laufende Geschäftsjahr wurde von 192,82 auf 213,31 Dollar angehoben.
Für das laufende Quartal, dessen Zahlen am 29. Oktober erwartet werden, liegt die eigene Prognose bei 44 bis 46 Dollar EPS — nahe am Analystenkonsens von 45,22 Dollar. Pre-Earnings-Positionierung dürfte einen Teil der heutigen Bewegung erklären.
Die Gegenseite ist real. Noch am selben Tag belasteten Sorgen über wachsende chinesische DRAM-Kapazitäten den gesamten Memory-Sektor. Ob Sandisks Vertragsstruktur tatsächlich als Puffer gegen einen Preisverfall bei NAND wirkt, wird der Earnings-Call zeigen müssen — insbesondere Bruttomarge und Ausblick auf NAND-Preise. Ein Kursziel von 2.400 Dollar ist ambitioniert; wie viel davon Substanz ist und wie viel Rebound-Euphorie, klärt sich in zehn Tagen.
der aktien.live-Redaktion
Sandisk liefert operativ starke Zahlen: Data-Center-Umsatz sequenziell plus 103 %, EPS 14,6 % über Konsens. Das Rosenblatt-Initiation mit Kursziel 2.400 Dollar gibt dem Rebound eine fundamentale Stütze — 65 % Produktionsabsicherung für 2028 ist kein leeres Versprechen. Dennoch drücken wachsende chinesische DRAM-Kapazitäten auf den gesamten Speichersektor. Am 29. Oktober wird die Bruttomarge zeigen, ob die Vertragsstruktur tatsächlich gegen Preisverfall schützt.
Diese Einschätzung gibt die persönliche Meinung der Redaktion wieder und stellt keine Anlageberatung oder Kauf-/Verkaufsempfehlung dar.
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