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Marktbericht
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Steigende Bundesanleiherenditen und ein FFO-Rückgang von 4 % belasten Hamborner REIT

Der DAXsubsector All Real Estate hat binnen eines Monats rund 11 % verloren — und Hamborner kommt mit einem FFO-Minus im ersten Halbjahr 2026 denkbar schlecht vorbereitet in dieses Zinsumfeld.

Steigende Bundesanleiherenditen und ein FFO-Rückgang von 4 % belasten Hamborner REIT
Foto: Diana ✨

Zehnjährige Bundesanleihen rentieren derzeit mit 3,57 % — der höchste Stand seit 2009. Für einen REIT wie Hamborner ist das kein abstraktes Makro-Problem: Steigende Finanzierungskosten drücken die Bewertungen, und die relative Attraktivität der Dividendenrendite schrumpft, sobald risikofreie Alternativen wieder konkurrenzfähig werden.

Am 2. Oktober 2026 fiel die Aktie bis 15:38 Uhr auf 4,01 Euro, ein Minus von 3,14 % bei rund 126.600 gehandelten Aktien. Einen unternehmensspezifischen Auslöser gab es nicht. Der Rückgang passt in ein breiteres Muster: Der DAXsubsector All Real Estate liegt rund ein Drittel unter seinem Jahreshoch.

Was Hamborner zusätzlich anfällig macht, ist das operative Bild. Der Funds from Operations sank im ersten Halbjahr 2026 um 4 % auf 23,8 Mio. Euro. Das Unternehmen hält zwar an seiner Jahresprognose fest — Miet- und Pachterträge von 87,5 bis 89,5 Mio. Euro, FFO von 38 bis 42 Mio. Euro — doch in einem Umfeld, in dem der Markt Immobiliengesellschaften ohnehin skeptisch beäugt, reicht eine beibehaltene Prognose nicht als Kursargument.

Auf der anderen Seite stehen Faktoren, die den Abverkauf relativieren. Die Eigenkapitalquote liegt bei 53,9 %, der Loan-to-Value bei 45,2 % — solide Kennzahlen für einen deutschen Gewerbe-REIT. Berenberg und Warburg Research haben zuletzt Kursziele von 7,00 bzw. 7,15 Euro ausgegeben, beide mit Kaufempfehlung vom 4. August 2026. Zum aktuellen Kurs von 4,01 Euro impliziert das ein Aufwärtspotenzial von rund 75 %. Ob der Markt diesen Abstand jemals schließt, hängt stark davon ab, wohin die Renditen laufen.

Der nächste unternehmensspezifische Impuls kommt voraussichtlich am 9. oder 10. November 2026 mit dem Quartalsbericht. Bis dahin dürfte Hamborner vor allem als Spielball der Zinsentwicklung fungieren.

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