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Marktbericht
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US-Umsätze drehen ins Plus, aber ein möglicher 39-Milliarden-Chipotle-Deal lässt Anleger die Kapitalallokation neu bewerten

Ein FT-Bericht über Übernahmegespräche mit Chipotle trifft Starbucks in einem Moment, in dem der Turnaround noch 300 Mio. Dollar Restrukturierungskosten vor sich hat und das KGV bei rund 52 liegt.

Wer einen Konzern gerade dabei beobachtet, 250 Filialen zu schließen und seine Neueröffnungsprognose von 600–650 auf rund 440 Standorte zu kürzen, fragt sich zu Recht, woher die Kapazität für einen 39-Milliarden-Dollar-Zukauf kommen soll.

Genau das treibt die Starbucks-Aktie am 8. Oktober 2026 nach unten. Die Financial Times berichtete, Starbucks habe mit Beratern einen möglichen Kauf von Chipotle Mexican Grill erörtert. Ob ein formelles Angebot vorliegt, ist unklar. Der Markt braucht diese Klarheit nicht, um zu reagieren: Chipotle stieg zeitweise um rund 5 %, Starbucks verlor bis zu 6 %, erholte sich dann teilweise auf ein Tagesminus von knapp 5 %.

Die Bedenken sind konkret. Starbucks trägt bereits rund 300 Mio. Dollar Restrukturierungskosten im laufenden Geschäftsjahr. CEO Brian Niccol ist seit gut einem Jahr im Amt und hat den Turnaround noch nicht abgeschlossen — die vergleichbaren US-Umsätze legten zuletzt zwar wieder zu, aber das operative Bild bleibt fragil. Ein Chipotle-Deal in dieser Phase würde Finanzierungskosten, Verwässerung und Integrationsrisiken auf einen Konzern laden, der intern noch genug zu tun hat.

UBS senkte das Kursziel parallel von 112 auf 105 Dollar und behielt die Einstufung Neutral bei. Als Begründung nannte die Bank Bewertungsbedenken: Bei einem ausgewiesenen KGV von rund 52 ist wenig Spielraum für Überraschungen eingepreist — und eine potenzielle Großakquisition ist das Gegenteil von Planbarkeit.

Der nächste Quartalsbericht am 4. November 2026 wird zeigen müssen, ob die operative Verbesserung im US-Kerngeschäft stabil genug ist, um die Restrukturierungsbelastungen zu überbrücken. Sollte bis dahin ein konkretes Chipotle-Angebot bekannt werden, dürfte die Bewertungsdiskussion deutlich rauer werden.

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